Junge Union Neukölln
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Tempelhofer Feld zu 100% für Berlin nutzen

(beschlossen auf der Jahreshauptversammlung am 25. Januar 2013)

Das Tempelhofer Feld ist seit der Schließung des Zentralflughafens Tempelhof ein Anlaufpunkt für die Bürger dieser Stadt. Es ist zu einem Erholungsbereich im Zentrum der Stadt geworden. Eine solche Fläche hat nicht nur Bedeutung für die anliegenden Kieze und Bezirke, sondern auch für die gesamte Stadt. Jede Entwicklung auf dem Feld hat Folgen für die anliegenden Bezirke und für die gesamte Stadt. Es war jedoch auch immer klar, dass eine so große Fläche in dieser Stadt nicht komplett zu erhalten ist. Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung machen es notwendig, dass die Fläche zum Teil bebaut wird. Wir treten vehement allen Strömungen entgegen, die das Tempelhofer Feld zu 100% in seiner jetzigen Form erhalten wollen und die Planungen der Senatsverwaltung für die Stadtentwicklung zur Entwicklung des Feldes ablehnen. Wir stehen dafür ein, dass das Feld zu 100% für die Interessen Berlins genutzt wird.

Die Junge Union Neukölln befürwortet folgende Punkte:

1. Berlins Bürger sind von steigenden Mieten und Wohnraummangel betroffen. Gleichzeitig strömen immer mehr Menschen in diese Stadt. Daher treten wir für eine Wohnbebauung an den Rändern der Fläche ein. Dabei befürworten wir, dass stadtplanerisch ein moderater Übergang vorhandener Wohnbebauung zur Freifläche des Tempelhofer Feldes geschaffen wird.

2. Wer Wohnungen schafft, benötigt auch weitere Einrichtungen für ein funktionierendes Umfeld. Daher tritt die Junge Union Neukölln dafür ein, dass auch ausreichend Flächen für Nahversorgung und Kinderbetreuung ausgewiesen werden.

3. Für eine verbesserte Anbindung soll eine S-Bahn-Station Tempelhofer Feld zwischen den bestehenden Bahnhöfen Tempelhof und Hermannstraße für die Ringbahn errichtet werden.

4. Das bestehende Flughafengebäude, aber auch Randbereiche des Feldes sollen für Wirtschaftsansiedlungen genutzt werden. Vor allem Unternehmen mit Bezug auf saubere Zukunftstechnologien oder aus der Gesundheits- und Kreativwirtschaft sollen bevorzugt berücksichtigt werden.

5. Die Bürger dieser Stadt haben das Tempelhofer Feld mit allen seinen Nutzungsmöglichkeiten vom "wilden Gärtnern" über Joggen und Radfahren bis hin zum Grillen angenommen. Daher treten wir dafür ein, dass ein Großteil des Feldes auch für genau diese Zwecke erhalten bleibt. Berlin braucht diese grüne Lunge. Gleichzeitig befürworten wir aber eine bessere Strukturierung und vielfältigere Bepflanzung dieser Fläche.

6. Das Land Berlin leidet unter einem engen Haushalt. Daher treten wir dafür ein, dass die zuständige Senatsverwaltung prüft, ob die Zentral- und Landesbibliothek in Teilen des bestehenden Flughafengebäudes unterkommen kann.

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