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29.11.2016, 15:01 Uhr
Deutscher Computerspielpreis vor dem Aus?
Pressemitteilung
Die Junge Union Neukölln ist enttäuscht über die Entscheidung des Deutschen Bundestages, die Finanzierung des Deutschen Computerspielpreises beinahe zu halbieren. Schwerer wiegt zudem noch die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung durch die Spielewirtschaft. Die Entscheidung zeigt ein vollkommen mangelhaftes Verständnis der Games-Branche als kulturelles Massenmedium.

Wie jetzt bekannt wurde, haben die Abgeordneten mit der Entscheidung über den Einzelplan 12 des Bundeshaushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2017 die Unterstützung für den Deutschen Computerspielpreis von 950.000 Euro in 2016 auf 525.000 Euro in 2017 reduziert. Zudem soll sich die Wirtschaft in Zukunft mindestens zur Hälfte an der Finanzierung des Preises beteiligen. 

Christopher Förster, Vorsitzender der Jungen Union Neukölln: "Statt den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken, stößt diese Entscheidung eine gesamte Branche weit zurück und gefährdet die Fortschritte, die deutsche Spieleentwickler in den letzten Jahren gemeinsam mit der öffentlichen Hand erreicht haben." 

Die Entscheidung zeigt ein vollkommen mangelhaftes Verständnis von Spielen als nationales Kulturgut und Leitmedium einer ganzen Generation. Deutlich wird das beispielsweise beim Vergleich zum Deutschen Filmpreis: Für die Auszeichnungen stellt die Kulturstaatsministerin einschließlich der Nominierungsprämien knapp drei Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist der Deutsche Filmpreis der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entscheidung des Deutschen Bundestages kann es in Zukunft nicht verwundern, wenn gut qualifizierte Fachkräfte weiterhin abwandern und die digitale Entwicklung in Deutschland auf der Strecke bleibt. 

Zum Hintergrund: Videospiele sind Kulturgut

  • Videospiele sind ein Kulturgut und das Leitmedium der jungen Generationen,
  • fast jeder zweite  Deutsche nutzt digitale Spiele – das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren,
  • die Leitmesse der Spielebranche „GamesCom“ hat mehr Besucher als die CeBIT,
  • Videospiele sind ein Wirtschaftsfaktor: mit 2,7 Milliarden Euro erreicht die Spielebranche mehr Umsatz als die Fußball-Bundesliga.
Die Pressemitteilung zum download finden Sie hier.

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